Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

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Tagungsdokumentation

Die Vorträge und Thesenpapiere der Foren des Kongresses "Frühe Hilfen" am 26.3.2010 in Duisburg können jetzt herunter geladen werden.

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Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Anmeldungen möglich.

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Schwangere erhalten ab Februar in Dormagen ein Info-Paket

„Sie sind schwanger“ – ein Satz, der oft Freude, aber auch Ängste weckt. Die Stadt Dormagen will werdende Mütter zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom ersten Moment an positiv begleiten.

Ab Februar werden Ärzte, Hebammen und Beratungsstellen in Dormagen eine neue Info-Mappe an Schwangere überreichen. Sie enthält alles, was Frauen rund um Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitung und die vorhandenen Beratungsangebote wissen sollten – eine landesweit in dieser Form erstmalige Aktion.

„Wir wollen Sicherheit für anstehende Entscheidungen geben und den Schwangeren so früh wie möglich Hilfen anbieten“, sagt Bürgermeister Heinz Hilgers. Das Jugendamt setzt damit seine Initiative fort, die es 2006 schon mit den Elternbesuchen und dem Babybegrüßungspaket gestartet hat. „Künftig wollen wir mit unseren präventiven Bemühungen auch schon in der Zeit vor der Geburt verstärkt ansetzen“, so der Bürgermeister. Unterstützt wird die Stadt dabei von den ortsansässigen Gynäkologen und Hebammen. „Sie sind oft die ersten, die über den gesundheitlichen Bereich hinaus auch von anderen Problemen in einer Schwangerschaft erfahren. Deshalb lohnt es sich, das Gesundheitswesen und Hilfen des Jugendamtes stärker miteinander zu vernetzen“, sagt die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Prof. Dr. Elisabeth Pott. Ihre Einrichtung stellt für die Aktion in Dormagen flächendeckend für alle werdenden Mütter Informationsmaterialien bereit.

Sie zu nutzen, lohnt sich. So können die angehenden Eltern etwa in einem „Baby-Telegramm“ aus dem Mutterbauch nachlesen, wie groß ihr Kind gerade ist, was es schon kann und wie es sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln wird. Die kostenfreie Schwangerschaftsvorsorge ist in dem Info-Paket umfangreich erläutert. Es enthält die Broschüre „Rundum: Schwangerschaft und Geburt“ mit leicht verständlichen Informationen zu allen wichtigen Fragen, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten herausgegeben wurde.
Die Stadt hat in einem weiteren Ratgeber alle wichtigen Ansprechpartner vor Ort aufgelistet. Hier können Frauen nicht nur die Adressen der Gynäkologen oder Hebammen nachschlagen. Sie erfahren auch, an wen sie sich wenden können, wenn beispielsweise das Einkommen für das neue Leben zu dritt nicht ausreicht oder eine größere Wohnung benötigt wird. „Gerade in solchen Not-lagen ist schnelle Hilfe geboten“, so Hilgers. Auf Wunsch und mit Kenntnis der Schwangeren vereinbaren die Hebammen und Ärzte auch gerne schon einen Termin mit dem Jugendamt oder ei-ner anderen geeigneten Beratungsstelle. „Die ärztliche Schweigepflicht bleibt dabei selbstverständlich gewährt“, betont Gerd Trzeszkowski, zuständiger Jugend-Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung.

„Wir wollen den Eltern helfen, die Gesundheit ihres Kindes von Beginn an bestmöglich zu fördern. Dieses Ziel verfolgt die BZgA mit ihrer Unterstützung der Aktion in Dormagen“, so Prof. Dr. Elisabeth Pott. Die Stadt stellt dazu bereits freiwillig zusätzliche Leistungen zur Verfügung. Für Kinder aus einkommensschwachen Familien übernimmt sie seit 2007 die Kosten für die U 7a. Diese Früherkennungsuntersuchung findet zwischen dem 34. und dem 36. Lebensmonat statt und wird von den Krankenkassen bisher nicht bezahlt.

Die neue Info-Mappe für Schwangere liegt ab Februar bei allen Frauenärzten in Dormagen bereit. Auch die Hebammen und die Geburtsklinik im Kreiskrankenhaus Dormagen übergeben sie gerne an werdende Mütter, die sie bis dahin nicht erhalten haben. Ebenfalls werden werdende Väter mit dem Info-Paket angesprochen: Für sie gibt es den spannenden Ratgeber „Vater werden – Ich bin dabei“. Nähere Auskunft zu dem neuen Projekt gibt gerne Uwe Sandvoss vom Jugendamt, Tele-fon 02133/257-245. Die Inhalte der Info-Mappe sind auch im Internet auf der städtischen Website www.dormagen.de abrufbar.

Den Orginaltext finden Sie <<hier>>.

Herausgeber dieser Meldung:

Stadt Dormagen. 18.01.2008