Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

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Tagungsdokumentation

Die Vorträge und Thesenpapiere der Foren des Kongresses "Frühe Hilfen" am 26.3.2010 in Duisburg können jetzt herunter geladen werden.

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Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Anmeldungen möglich.

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Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wirbt für nordrhein-westfälisches Programm zur besseren Betreuung und zum besseren Schutz von Kindern

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (19.Dezember 2007) im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin für das nordrhein-westfälische Programm zur besseren Betreuung und zum besseren Schutz von Kindern geworben. Die Erklärung des Ministerpräsidenten im Wortlaut:

1. Betreuung der Kinder

Bei der Regierungsübernahme im Mai 2005 war Nordrhein-Westfalen bundesweites Schlusslicht mit 11.000 Betreuungsplätzen für unter Dreijährige. Derzeit sind wir bei rund 16.000 Plätzen, die wir im kommenden Jahr auf 34.000 steigern werden. Bis 2013 wird es für ein Drittel der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz geben.

2. Ausbau unserer Familienzentren

Mit dem Start des Kindergartenjahres 2007/2008 verfügt Nordrhein-Westfalen über fast 1000 Familienzentren. Bis 2012 werden 3000 Kindergärten zu Familienzentren ausgebaut. Hier können gerade auch sozial schwachen Familien erreicht werden, denn Bildung, Erziehung und Betreuung sind unter einem Dach mit Angeboten der Beratung und präventiver Hilfe.

3. Mit dem Fonds „Kein Kind ohne Mahlzeit“ werden den Kommunen in diesem und im nächsten Jahr jeweils 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit wird das Mittagessen für 65.000 Kinder aus armen Familien in der Ganztagsschule anteilig bezahlt. Um eine Mittagsverpflegung für Hartz IV-Kinder bundesweit einzuführen, unterstützt Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Initiative des Saarlandes.

4. Wir setzen uns dafür ein, dass zusätzliche Leistungen für Hartz IV-Kinder im SGB II und SGB XII verankert werden: Dazu gehören auch einmalige Leistungen für besondere Lernmittel bzw. besonderen Schulbedarf (wie Schulranzen, Taschenrechner oder Zirkelkasten).

5. Auch müssen die Regelleistungen für diese Kinder überprüft werden. Hierzu liegt ein Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz und ein entsprechender Entschließungsantrag im Bundesrat vor.

6. Wir sorgen dafür, dass mehr Eltern mit ihren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen: In Nordrhein-Westfalen werden Kinderärzte verpflichtet zu melden, welche Kinder an den Früherkennungsuntersuchungen teilgenommen haben. Durch Abgleich mit den Daten der Meldeämter lässt sich feststellen, welche Kinder nicht beim Arzt waren. Dies wird den Kommunen gemeldet, damit die Jugendämter bei den Eltern der Kinder beratend tätig werden können.

7. Wenn Eltern ihre Kinder in Kindertagesstätten anmelden wollen, müssen sie das Vorsorgeheft für ihre Kinder oder eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vorlegen.

8. Aus Dormagen kommt die verblüffend einfache, aber brillante Idee des „Babybegrüßungspakets“. Dort besuchen Sozialarbeiter alle Familien mit einem Neugeborenen. Die Sozialarbeiter haben ein Begrüßungspaket dabei – inklusive kleinen Geschenken und einem Elternbegleitbuch mit vielen praktischen Tipps und Informationen über Angebote vor Ort. Gewünschter Nebeneffekt ist, dass die Sozialarbeiter einen Einblick in die Situation der Familie bekommen. Es besteht so ein direkter Kontakt, auf dem im Notfall später aufgebaut werden kann. Wir werden das Dormagener Modell in Nordrhein-Westfalen flächendeckend einführen. Damit können pro Jahr rund 150.000 junge Eltern durch die Jugendämter erreicht werden.

9. Wir bauen soziale Frühwarnsysteme flächendeckend auf. Ziel der Sozialen Frühwarnsysteme ist die systematische Vernetzung von Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe. Das Land stellt 1,5 Millionen Euro bereit für eine Anschubfinanzierung von Koordinationsstellen in allen 280 Jugendämtern sowie für eine Qualifizierungsoffensive.

Den Orginaltext finden Sie <<hier>>.

Herausgeber dieser Meldung:

Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen