Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

____________________

Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

______________________

Tagungsdokumentation

Die Vorträge und Thesenpapiere der Foren des Kongresses "Frühe Hilfen" am 26.3.2010 in Duisburg können jetzt herunter geladen werden.

[zur Tagungsdoku...]

______________________

Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Anmeldungen möglich.

[zur Anmeldung...]

Frühzeitig auf Notlagen reagieren


VON HOLGER KLEIN, 02.08.07, 10:15h

Windeck/Eitorf - Erst vor wenigen Tagen löste die Meldung vom Tod des drei Monate alten André Bestürzung aus, der im sauerländischen Iserlohn in der Wohnung der Eltern verhungert und verdurstet war. Damit solche Fälle nicht auch im Rhein-Sieg-Kreis auftreten, baut das Kreisjugendamt nun ein so genanntes soziales Frühwarnsystem auf. Eingeführt wird dieses Netzwerk zuerst an der Oberen Sieg, weil die soziale Situation in einigen Familien in Eitorf und Windeck besonders Besorgnis erregend ist.

Ziel des Frühwarnsystems ist die Vernetzung von Institutionen, Behörden und Sozialeinrichtungen, um Familien in schwierigen Lebenslagen oder Notsituationen in einem frühen Stadium Hilfen anbieten zu können.

Das Frühwarnsystem richtet sich zunächst an Schwangere, junge Familien und Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Die Ansprechpartner dieser Zielgruppen wie Ärzte, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen oder Kindertagesstätten sollen in engem Kontakt stehen und den Betroffenen bereits zu einem frühen Zeitpunkt Informationen und Hilfen anbieten. Damit will das Kreisjugendamt verhindern, dass aus einer schwierigen Lebenssituation eine ausweglose Notlage wird. "Plötzliche Notlagen können alle Familien treffen. Erfahrungen haben gezeigt, dass es in einem solchen Fall wichtig ist, wenn das unmittelbare Lebensumfeld von Kind und Eltern sensibilisiert ist und schnell auf adäquate Hilfen verweisen oder diese gezielt anbieten kann", sagt die Leiterin des Kreisjugendamtes, Ulla Schrödl.

Die Betroffenen sollen bereits dann niederschwellige Hilfen erhalten, "wenn die Ampel von Grün auf Gelb springt, und nicht erst dann, wenn die Ampel droht, von Gelb auf Rot zu wechseln oder bereits auf Rot steht", versinnbildlicht Schrödl, die das System mittelfristig auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes ausweiten will.

Das Warnsystem gehört zu einer Reihe von Projekten an der Oberen Sieg, mit deren Realisierung 2006 begonnen wurde. So wird in den nächsten Tagen der Elterntreff in Eitorf eröffnen. Wenige Monate später soll dann auch in Windeck eine solche Einrichtung entstehen. In diesen Cafés können Eltern zwanglos ihre Erfahrungen austauschen und Beratungsangebote wahrnehmen, während ihre Kinder sachkundig betreut werden. Neben präventiven Maßnahmen der Jugendhilfe wird es unter anderem auch Projekte zur Gesundheitsvorsorge geben.

Entnommen dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Den Orginaltext finden Sie <<hier>>.