Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

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Tagungsdokumentation

Die Vorträge und Thesenpapiere der Foren des Kongresses "Frühe Hilfen" am 26.3.2010 in Duisburg können jetzt herunter geladen werden.

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Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Anmeldungen möglich.

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Ein Nest für alle Kinder


VON ANJA KATZKE

Start des sozialen Frühwarnsystems ist Dienstag, 15. Mai. Seine Entwicklung wird durch das Institut für soziale Arbeit in Münster begleitet und ist als Reaktionskette zu verstehen. Mehr Im Internet unter www.soziales-fruehwarnsystem.de.

(RP) Gestern trafen sich Mitarbeiter des Lintforter Jugendamtes sowie Frauen- und Kinderärzte zu einem Workshop, um gemeinsam das soziale Frühwarnsystem „Kindernest“ auf den Weg zu bringen, das erste im Kreis Wesel.
In jeder Stadt gibt es Familien, die in Belastungssituationen auf Hilfe angewiesen sind – schon vor der Geburt des Kindes zum Beispiel. Das ist in Kamp-Lintfort nicht anders. Dort werden bereits heute Eltern zahlreiche Unterstützungs- und Beratungsangebote gemacht. Mit der Installierung des Frühwarnsystems soll nun ein weiterer Schritt in der Familienhilfe getan werden.
„Wir haben uns für den Aufbau des Kindernestes entschieden, weil wir die Entwicklungschancen gerade der ganz kleinen Kinder in der Stadt stärken wollen“, betont Jugend- und Sozialdezernent Christoph Müllmann gestern. Die gefundene Bezeichnung „Frühwarnsystem“ klingt zwar ein wenig nach Kontrolle. Doch darum geht es dem Jugendamt nicht: Das System ziele auf die Verzahnung der vorhandenen Hilfen und auf die Unterstützung von Familien mit Neugeborenen und Kleinkindern ab, betonte gestern Jochen Müntinga, Abteilungsleiter der sozialen Dienst im Jugendamt. Kernstück sei die Zusammenarbeit mit dem St. Bernhard- Hospital sowie Frauen- und Kinderärzten in der Stadt.
„Ärzte haben schon vor der Geburt des Kinder Kontakt zu betroffenen Familien und können die Überforderung einer werdenden Mutter oder andere Mangelversorgungen frühzeitig feststellen“, betont Müntinga. „In Kamp-Lintfort es der Anteil der ganz jungen Mütter hoch. Auch hier kan man frühzeitig ansetzen“, sagt Reinhard Becker, Arzt am St.-Bernhard-Hospital. Ihm geht es aber auch darum die Früh- und Neugeborenensterblichkeit durch mehr Information und Vernetzung mit anderen Einrichtungen zu senken. Petra Treeter von der Arbeiterwohlfahrt bildet gemeinsam mit Sandra Schulz vom Jugendamt die Koordinierungsstelle für das soziale Frühwarnsystem „Kindernest“. Die beiden pädagogischen Fachkräfte stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. „Oft ist schon das Aufzeigen von vorhandenen Hilfsangeboten für die Familien entlastend“, erklärt die Familienhelferin Petra Treeter.


Familienhebamme
Zur schnellen Hilfe gehört zum Beispiel auch der Einsatz einer Familienhebamme, die die Eltern bei der Pflege und Ernährung des Kindes unterstützt. Doch auch in anderen die Familie belastenden Situationen hilft die Koordinierungsstelle und organisiert weiter reichende Kontakte, damit das Kind nicht erst in den Brunnen fällt.

Den Orginaltext finden Sie <<hier>>.