Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

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Tagungsdokumentation

Die Vorträge und Thesenpapiere der Foren des Kongresses "Frühe Hilfen" am 26.3.2010 in Duisburg können jetzt herunter geladen werden.

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Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Anmeldungen möglich.

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Hilfe bei Erziehung geben

Hinweise für Erzieherinnen aus Kitas im ganzen Landkreis - Angebote vom Jugendamt


von Elke Jäger, 20.03.07, 17:59h, aktualisiert 20.03.07, 18:46h



Merseburg/MZ. Manchmal ist es "nur" ein komisches Gefühl, manchmal schon beinahe feste Gewissheit: Erzieherinnen in Kindertagesstätten haben meist ein feines Gespür, wenn mit denen ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen "etwas nicht stimmt", es Anzeichen für Misshandlungen, Vernachlässigung oder gar Missbrauch gibt. Doch wie sich dann verhalten? Mit den Eltern reden? Das Jugendamt informieren? Und wenn der Verdacht falsch war?

Über solche und tangierende Themen ging es auf einer Fachtagung, zu der das Jugendamt des Landkreises Erzieherinnen aus Kitas eingeladen hatte. Referentin Marimar del Monte vom Familienzentrum "Blauer Elefant" aus Essen erläuterte anhand von Beispielen, wie ein soziales Frühwarnsystem funktionieren kann. "Ich erlebe immer wieder, dass Erzieherinnen sehr vorsichtig sind mit Einschätzungen, weil sie niemanden schaden wollen", weiß sie aus Erfahrung. "Deshalb ist es wichtig, ein Netzwerk von Hilfen und Partnern zu haben, an die man sich wenden oder die man weiter empfehlen kann." Das gelte gleichermaßen für Fälle, wo Eltern Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder brauchten als auch für das Verhaltenstraining in bestimmten Situationen.

Hinweise, die von den Praktikerinnen dankbar aufgenommen wurden. Zum Beispiel von Christine Zschäpe von der Kita Zöschen und Christine Dürr von der Merseburger Kita Josefsheim. In beiden Einrichtungen habe das Thema "Wie verhalte ich mich, wenn mich ein Fremder anspricht?" eine Rolle gespielt. "Wir haben spielerisch geübt, wie sich die Kinder in solchen Situationen verhalten sollen", berichtete die Zöschenerin. Elfie Dembeck von der Kita Milzau fand es gut, "dass wir jetzt eine gewisse Sicherheit haben und wissen, wo wir uns hinwenden können." Zum Glück sei es bisher noch nicht nötig gewesen, Ämter einzuschalten.

"Das Jugendamt soll für die Eltern keine Bedrohung, sondern Partner sein", bekräftigt Jugendamtsleiter Klaus Ullrich. Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, mit ihren Kindern nicht mehr klarkommen, könne auf verschiedene Weise geholfen werden. "Auch in den Kita gibt es die Möglichkeit, auf Beratungsstellen oder das Jugendamt hinzuweisen", schlug del Monte den Bogen zu den Erzieherinnen. Sie hat ganz konkret mit ihnen solche Situationen durchgespielt. Zum Beispiel, wie man ein Gespräch mit den Eltern beginnen und führen sollte, ab welchem Punkt Behörden eingeschaltet werden müssten. "Das ist ein heikles Thema, bei dem man viel Fingerspitzengefühl braucht", ist ihr klar. Generell sei bei den meisten Eltern aber die Bereitschaft vorhanden, Hilfe in Erziehungsfragen anzunehmen. Erzieherinnen sind da wichtige Vermittlerinnen.

Den Orginaltext finden Sie <<hier>>.