Frühe Hilfen
für Kinder und Familien

Soziale Frühwarnsysteme
in Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles

Servicestelle zum 31.12.2009 eingestellt.

Die Servicestelle hat Ihr Beratungsangebot zum 31.12.2009 eingestellt. Die Tagungsdokumentation zur Abschlussveranstaltung am 26.3.2010 findet sich hier.

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Tagungsdokumentation

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Fachtag Elternbesuchdienste

am 26.05.2010 in Köln
Umsetzung und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen“
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Soziales Frühwarnsystem" in Nordrhein-Westfalen Minister Laschet: 24 Städte und Gemeinden bieten mit Unterstützung des Landes gezielte frühe Förderung von Familien an

Düsseldorf, 15.05.2006 >>zurück zur Presseübersicht<<

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Familien haben eine Schlüsselrolle für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Hier werden Kinder erzogen und für ihr Leben entscheidend geprägt. Nicht immer sind Familien aber dazu in der Lage, deshalb brauchen sie Unterstützung. "Soziale Frühwarnsysteme" können diesen Familien zielgerichtet und wirksam helfen", sagte heute (15. Mai 2006) Familienminister Armin Laschet bei einem Besuch der Städtischen Kindertagesstätte Langertsweg in Gütersloh. Die Kindertagesstätte ist Teil eines "Sozialen Frühwarnsystems", das in Gütersloh entstanden ist. Gütersloh ist eine von 24 Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die ein "Soziales Frühwarnsystem" mit Landesförderung eingerichtet haben.

Das „Soziale Frühwarnsystem“ ist eine Methode, die in Nordrhein-Westfalen speziell zur Förderung von Familien in Problemsituationen entwickelt wurde. Ziel ist es, möglichst frühzeitig und systematisch Problemlagen von Kindern und Familien zu erkennen und ihnen verbindliche Lösungen anzubieten. Beim Sozialen Frühwarnsystem werden je nach Ausgangslage alle relevanten Kinder- und Familienhilfeeinrichtungen wie Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst, Familienberatung und die Gesundheitsdienste vor Ort mit eingebunden, so dass zum Beispiel bereits während der Schwangerschaft und nach der Geburt - wie in Gütersloh - Jugendamt, Kinderkrankenschwestern, Kindertageseinrichtungen und Kinderärztinnen und –ärzte zusammen arbeiten.

An anderen Standorten stehen Familien in schwierigen Wohnverhältnissen im Vordergrund. Ein Kreis nutzt die Methode für eine präventiv angelegte Analyse des Sozialraums von Familien. Häufig geht es um die Entwicklung von Hilfelösungen von Familien mit Kindern in Tageseinrichtungen. Eine vom Land mit rd. 120.000 Euro geförderte Servicestelle beim Institut für Soziale Arbeit – ISA e.V. in Münster unterstützt und berät Kommunen bei der Einrichtung eines "Sozialen Frühwarnsystems". Die Methode "Soziales Frühwarnsystem" wurde an fünf Modellstandorten erprobt und inzwischen allein durch Vermittlung der Servicestelle beim ISA in Münster auf 24 Standorte ausgeweitet.

Die Stadt Gütersloh baut bei ihrem „Sozialen Frühwarnsystem“ zwei Kooperationen von Jugendhilfe und Gesundheitswesen auf. Eine Kooperation konzentriert sich auf die Gruppe der Säuglinge und Kleinkinder. In Gütersloh wird jede Familie drei bis sechs Wochen nach der Geburt des ersten Kindes von einer Kinderkrankenschwester mit Zusatzausbildung (z.B. Heilpädagogin) besucht. Auch bei einem Altersabstand von fünf Jahren zum erstgeborenen Kind oder bei Familien, die hilfebedürftig sind, kommt eine Kinderkrankenschwester nach der Geburt ins Haus der Familie. Die Kinderkrankenschwestern verschaffen sich einen Überblick über die Situation vor Ort, überbringen die ersten Elternbriefe, geben Hinweise und stehen für Fragen zur Verfügung. Die zweite Gütersloher Kooperation kümmert sich um die Gruppe der Kindergartenkinder. Hier arbeiten Kindertageseinrichtungen, Kinderärztinnen und -ärzte und das Gesundheitsamt zusammen.

„Wenn alle Kommunen soziale Frühwarnsysteme einrichten würden, ließen sich Kindesvernachlässigung und -misshandlung bis hin zu Kindstötungen, wie in den jüngst bekannt gewordenen Fällen, mit großer Wahrscheinlichkeit verhindern", sagte Minister Laschet.

Weitere Informationen über die Sozialen Frühwarnsysteme gibt es im Internet unter www.soziales-fruehwarnsystem.de.

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 15.05.2006.
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